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Der mann der mit dem schnee spricht
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DER MANN, DER MIT DEM SCHNEE SPRICHT.

Das Treffen mit Fabiano Monti – einem Profi im Freeriden.

Leidenschaftlicher Freerider, Nivologe und seit kurzem Papa - Fabiano Monti ist DER Bezugspunkt für alles, was in Livigno mit Schneefällen zu tun hat. Seine Promotion absolvierte er an der Universität Davos, indem er Simulationssysteme zur Stabilität der Schneedecke entwickelte. Anschließend gründete er das Unternehmen “Alpsolut” - eine Gesellschaft, die sich mit der Ausarbeitung meteorologischer Daten und Lawinenprognosen befasst. Seit einigen Jahren lebt er nun schon in Livigno, wo er seine Professionalität für die Entwicklung eines noch sichereren und bewussteren Off-Piste-Skifahrens zur Verfügung stellt. Wir haben ihm ein paar Fragen gestellt, um noch mehr über ihn zu erfahren.

Fabiano Monti - Nivologe zu werden

Hallo Fabiano! Woher kommt Ihre Leidenschaft für den Schnee, und was hat Sie dazu veranlasst, Nivologe zu werden?

Eigentlich war ich schon immer vom Schnee verzaubert, schon seit ich klein war. Ich denke, dass alle Kinder vom Schnee begeistert sind, aber für mich war er immer etwas ganz Besonderes. Und daran hat sich auch nichts geändert, als ich älter wurde.
Wenn es jetzt starke Schneefälle gibt, bereitet einem der Druck wegen der Sicherheitsprobleme, die mit den Lawinen verbunden sind, schon entsprechende Sorgen, aber ganz tief in mir spüre ich stets das Verlangen, die Lawinen “noch einen Zentimeter mehr” abgehen zu sehen.
Als der Moment gekommen war, mich zu entscheiden, ob ich mit dem Studium fortfahren soll, habe ich entschieden, mich für einen Studiengang einzuschreiben, der das Management von Umweltrisiken beinhaltet, und ich bin dann nach Davos gezogen wegen eines Forschungsdoktorats mit dem Ziel, neue Hilfsmittel für die Vorhersage einer Lawinengefahr zu optimieren.
Dabei habe ich mich gefühlt, als ob ich mich in einem Zentrum für "besondere Kinder" befände: Im Zentrum arbeiten 130 Menschen aus der ganzen Welt, und alle sind mit Projekten beschäftigt, die mit der Welt des "Schnees" zu tun haben. Dort waren wir alle mit der selben Leidenschaft verknüpft: an den Morgen, an denen es Neuschnee gab, war das Institut vollkommen verlassen.....
Als ich dann wählen musste, wohin ich gehe, war Livigno meine erste Wahl - und hier bin ich!

Mit was genau beschäftigt sich ein Nivologe?

Genau genommen lassen sich unter dem Begriff “Nivologe” viele Tätigkeiten zusammenfassen und verstehen. Mit ein paar Freunden, die ich in Davos kennenlernte, habe ich eine Gesellschaft gegründet, die sich ausschließlich mit Schneeprojekten beschäftigt. Unsere Aktivität liegt darin, Lawinenprognosen zu erstellen, Dienstleistungen anzubieten, die im Zusammenhang mit der Sicherheit von Straßen, Orten und Skigebieten stehen, Pläne zur Verminderung von Risiken bei Aktivitäten wie Heliskiing zu erstellen und Messungen und Simulationen von Schneedeckeneigenschaften vorzunehmen, dabei ausgehend von meteorologischen Daten. Kurz gesagt: all die Arbeiten, die mit dem Thema “Schnee” zu tun haben.
Und JA -auch das werde ich oft gefragt- die Nivologen arbeiten leider auch im Sommer und bereiten alle Systeme und Pläne vor, die für das Management winterlicher Notfälle erforderlich sind.

Fabiano Monti - Nivologe zu werden

Erzählen Sie uns von Ihrer Beziehung zu Livigno und insbesondere zu dem “Livigno Freeride Project”, welches sich in diesen Jahren stetig weiterentwickelt?

Ich kenne Livigno schon seit vielen Jahren, und als ich auf den Fachhochschulen war, war Livigno für mich einfach ein Traumort – jetzt ist es mein Zuhause geworden.
Als ich entscheiden musste, ob ich nach Italien zurückkehre, habe ich versucht herauszufinden, ob man in Livigno wohl an einem Fachmann wie mir interessiert sein könnte. Und schon nach ein paar Treffen war mir klar, dass wir wirklich viel tun könnten, was letztendlich dazu geführt hat, dass ich mich bereits schon in kurzer Zeit organisiert hatte im Hinblick auf ein Büro für Lawinenvorhersagen sowie auf das Freeride-Projekt.
Mittlerweile sind fünf Jahre vergangen, das Freeride-Projekt hat sich konsolidiert und weiterentwickelt, und die Zeiten eines Verbotes des Off-Piste-Skifahrens liegen weit zurück.
Wir haben eine ansehnliche Gruppe von Profis geschaffen, die zusammenarbeiten, um Lawinenrisiken so weit wie möglich zu reduzieren, dabei aber auch gleichzeitig versucht, das Risikobewusstsein -auch bei den Touristen- zu erhöhen. Auch ein ausländischer Bergführer, der mit seinen Kunden nach Livigno kommt, findet ein Büro an, an das er sich wenden und wo er Informationen und Vorschläge erhalten kann – etwas, das in den Alpen nicht unbedingt selbstverständlich ist.

Haben die Fans des Neuschnees Ihrer Meinung nach mittlerweile eine gute Kenntnis hinsichtlich der Risiken, oder bedarf es noch eines längeren Weges der Aufklärung?

In den letzten zwanzig Jahren hat sich die Anzahl der Fans des Ski-Bergsteigens oder des Freeridens deutlich erhöht, wobei die Zahl der Verletzten jedoch konstant geblieben ist. Dies bedeutet, dass doch etwas mehr Bewusstsein und Verstand zum Einsatz kommen, und ich denke, dass der eingeschlagene Weg der richtige ist.
Auf jeden Fall gibt es noch einiges zu tun, denn vielen ist noch nicht einmal das grundlegende Konzept in Bezug auf Sicherheit klar. Und ich spreche nicht nur von dem Selbsthilfematerial, das jeder bei sich tragen sollte, sondern auch von den grundlegenden Verhaltensweisen zur Vermeidung von Unfällen. Es gibt Menschen, die sich -vielleicht auch unwissentlich- auf ihr Glück verlassen. Diese werden in unserer Gruppe die "Unsterblichen" genannt. Denn die einzige Gewissheit, die wir dabei haben, ist die, dass -sollte einer von uns es je wagen, einen derer Abstiege vorzunehmen- wir von mehreren Metern Schnee begraben sein würden.

Fabiano Monti - Nivologe zu werden

Wir wissen, dass Sie im Moment an einem neuen ambitionierten Projekt namens “Prosnow” arbeiten. Können Sie uns Näheres dazu mitteilen?

Das Prosnow-Projekt wurde von der Europäischen Union mit den H2020-Mitteln finanziert. In diesem Projekt sind diverse Gesellschaften aus dem Gebiet der Alpen involviert, und es hat das Ziel, den Betreibern von Skianlagen Hilfsmittel zur Verfügung zu stellen, um die Produktion von Kunstschnee effizienter und effektiver zu gestalten. Livigno wird zu den Ortschaften gehören, die diese neuen Hilfsmittel testen und somit Hinweise liefern können, wie man diese noch funktionaler machen kann. Die programmierte “Beschneiung” ist zu einem unverzichtbaren Werkzeug für den alpinen Ski geworden, und unser Engagement liegt darin, dies zunehmend nachhaltiger zu gestalten, sowohl auf ökologischer als auch auf wirtschaftlicher Ebene

Erzählen Sie uns von Ihrem Lebensstil – wie ist es, in einem Haus mitten in der Natur zu leben, ohne Straße, und von wo aus Sie Ihren kleinen Sohn mit dem Motorschlitten zum jeweiligen Zielort bringen müssen?

Ich Ich hatte das Glück, ein Haus zu finden, das etwas höher als die Ortschaft gelegen ist, in der Nähe der Skipisten. Als ich es sah, war mir sofort klar, dass es ideal für mich ist. Wir sind nicht weit weg von den Après-Ski-Lokalitäten, und gleichzeitig kann ich mich in aller Ruhe vor die Tür setzen und auf das Tal runterschauen. Jeden Tag nehme ich dann diese 6-7 Kurven auf Skiern, um ins Büro zu kommen, was ausreichend für mich ist, um den Tag mit dem “richtigen Fuß” zu starten, und wenn dann noch Neuschnee liegt – noch besser! Und wenn ich an die Autoschlangen denke, mit denen viele im Berufsalltag auf dem abendlichen Heimweg konfrontiert werden, dann sind meine 15 Minuten Heimweg einfach nur ein Traum.
Seit eineinhalb Jahren haben wir auch noch einen kleinen Sohn, und ich denke, dass es auch ihm gefällt, dort oben zu leben. Die einzigen, die ein wenig die Nase rümpfen, sind die Großeltern, wenn sie gesehen haben, wie wir uns auf Skiern in Richtung Kinderkrippe begeben. Aber auch sie werden sich früher oder später noch daran gewöhnen.

Fabiano Monti - Nivologe zu werden

Welche sind Ihre bevorzugten Freeride-Spots in Livigno?

Eigentlich habe ich gar keinen Lieblingsort, denn jeder Moment hat seine eigene “richtige” Abfahrt. Ich sehe das ähnlich wie beim Essen: Auch wenn ich “Spaghetti alla carbonara” liebe - sie zum Frühstück zu essen, ist nicht unbedingt das Maximum. Deshalb mag ich die Wälder rund um das Haus, wenn es schneit, denn sie bieten viele Möglichkeiten. Wenn es dagegen heiter und klar ist, liebe ich es, mich mit Hilfe der “Pelli” fortzubewegen (Erklärung: unter “pelli” versteht man Bänder aus selbstklebendem synthetischem Gewebe auf der einen und Textilfasern auf der anderen Seite, die unter dem Ski befestigt werden für ein sicheres Vorankommen, ohne Gefahr zu laufen, nach hinten zurückzurutschen). Im letzten Jahr hat es mir sehr gefallen, in das Gebiet südlich der Ortschaft zu laufen, in Richtung des Monte Vago, aber in diesem Jahr möchte ich das Gebiet in Richtung des Sees ein wenig besser erkunden, das wirklich nur selten frequentiert wird.

Photo by Daniele Castellani

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Written by: Hans Rey Photos by: Markus Greber...
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